Die musikalische Biografie von Karl Hlamkin liest sich wie eine postsowjetische Rock- Enzyklopädie. Sein Name tauchte erstmalig in der Besetzungsliste der Hardrockband -Zement- auf Mitte der 80er Jahre spielte Karl bei den Jungs Schlagzeug. In seiner Heimatstadt Riga, wo er auch als Maler bekannt ist, trommelte er bis 1989 bei der Punkwaveformation -Kart-Blanche-, und seit Anfang der Neunziger widmet er sich nur noch seinen Soloprojekten -Pastor Karl Band-, -Karl Hlamkin-, -Alkoholiker für Jesus-, sowie -Karl geht nach Israel...- Mit denen spielte er zahlreiche Kassettenalben ein und gab viele Konzerte in den Dörfern und Städten der ehemaligen Sowjetunion - bis er eine Einladung bekam, eine richtige CD beim Moskauer Label -Snegiri- aufzunehmen. Nun singt Hlamkin seine Songs mit der -Drei-Schachteln-Zigaretten-am-Tag--Stimme in HiFi. Begleitet wird er dabei von lokalen Musikern, die ihn als den König des russischen Ska-Chansons feiern. Die Musik klingt entsprechend bunt, es ist eine schräge klezmer-karibische Mischung. Karl mag es, seiner Band jeden Monat einen neuen Namen zu geben - auf der gerade erschienenen Platte, die einfach -DA- heißt, nennen sie sich zum Beispiel -Karl Hlamkin und das Lassunssaufen-Orchester-. (Yuriy Gurzhy, Russendisko, Berlin) Fotoquelle : http://www.myspace.com/hlamkin |