März 1941. Ein Taxi rast in Richtung Krankenhaus. Wenn der Fahrer nicht alles gegeben hätte, dann wäre Rolf Zacher vermutlich noch während der Fahrt ins Leben gesprungen, mitten in den „Krieg eines Irren“ – und zeitig genug, um an den großen Exorzismen teilzunehmen, die die Jugend der 60’er inszeniert, um sich von den Schatten dieser Vergangenheit zu befreien.
Rolf träumt davon, ein Zirkuskind zu werden, ein Clown, ein Jongleur oder vielleicht ein Dompteur. Bunte Kostüme tragen und die Menschen, die er gerne als Zuschauer akzeptiert mit seinen Improvisationen erfreuen. Wenn er nicht gerade hinterm Bahndamm träumt oder sich am Benzinduft berauscht, der mit dem Heulen der Silberpfeile von der Avus herüber weht: Autos bleiben eine große Leidenschaft in seinem Leben. Wie praktisch eine PS-starke Bleibe zu haben, in der man auch gerne mal die Nacht verweilt, wenn es einen gerade mal wieder zur „Endstation Freiheit“ zieht – was nicht nur der Titel des Films ist, für den er 1982 mit dem Bundesfilmpreis und als bester deutscher Darsteller ausgezeichnet wurde, sondern auch der Titel seiner später erschienenen Autobiographie.
Er gründet mit Freunden ein kleines Off-Theater in Kreuzberg. Besucht die Max-Reinhardt-Schauspielschule, wo er schnell alles nur noch „pathetisch und affektiert“ findet. „Die haben mir gesagt, ich wäre ein großes Talent, also was sollte ich da noch?“ Fotoquelle : http://www.rolfzacher.com/ |